3000 Liter - T. Zimmer (T1)
Schon beim Hereinkommen in das kombinierte Wohn - und Esszimmer, das direkt in einen Wintergarten übergeht, sticht das Aquarium mit seinen prächtig gefärbten Steinkorallen und seinem hohen Fischbesatz hervor.
Das Aquarium ist in einer Wandnische eingebaut und komplett mit schwarzen gesprenkelten Holztüren versehen. Oben die Lichtanlage, unten im Schrank die zwei Strömungspumpen. Um der Wärme der Beleuchtung Herr zu werden, ist ein Ventilator oberhalb der Beleuchtung in die Außenmauer des Hauses integriert, somit entsteht im Wohnraum kein Feuchtigkeitsproblem.
Die Technik im Wohnraum ist minimiert, die geräuschintensivere Filteranlage befindet sich im Keller. Ein Hauptablauf und zwei Sicherheitsabläufe sind vorhanden.
Das Aquarium hat die Abmessungen 340 x 95 cm in der Grundfläche und ist 85 cm hoch. Zwei Black Devil Strömungspumpen befinden sich im Unterschrank. Jede hat eine Förderleistung von 12.000 l/h.
Das Becken wurde im Jahre 2002 gebaut. Einzelscheiben mit 24 mm Glasstärke wurden vor Ort verklebt.
Aquarium im Breitwandformat
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Hier sei erwähnt, dass die Bilder nicht digital nachgefärbt wurden, in der Realität sind die Farben sogar noch etwas leuchtender! |
... zur Technik
Beleuchtung mit 3x 400 W HQI für 6 Stunden mit Giesemann MegaChrome Marine, ergänzt um 12x 80 W T5 ATI AquaBlue, die 12 h brennen. Das sind also über 2 KiloWatt !!!
Links oben sieht man den Lüfter in der Wand.
Das Filterbecken steht im Keller des Hauses. Ein Abschäumer AllMarine AM1 verrichtet hier seinen Dienst. Es handelt sich dabei um eine spezielle Philosophie, einerseits das Rotationsprinzip, so dass das Luft-Schaum-Gemisch eine möglichst lange Kontaktzeit besitzt andererseits bezüglich der Förderrades. Das Förderrad besitzt Schaufeln, im Gegensatz zu den sonst üblichen Nadelrädern wird hierbei das Plankton geschützt.
Ein Zeolith-Filter mit ca. 1 Liter Füllung einer speziellen Mischung wird intermittierend (2 h AN, 2 h AUS) betrieben. Dabei kommen spezielle Bakterienkulturen von Prodibio namens "Bio Digest" zum Einsatz. Diese werden gefüttert mit "Bio Trace". Zur Fütterung der Korallen kommt der "Reef Booster" von Prodibio zum Einsatz.
Neben dem Becken steht ein Deltec Kalkrührer zur Aufbereitung des Nachfüllwassers. Ungefähr 15 Liter müssen täglich nachgefüllt werden.
Der Wasserwechsel erfolgt wöchentlich mit ca. 10 %, d.h. ca. 300 Liter. Dabei kommt eine Salzmischung aus drei handelsüblichen Salzen zum Einsatz: Tropic Marin Pro Reef, Aqua Medic Reef Salt und Crystal Sea. Die Dichte wird genauestens mit einem Refraktometer beobachtet. Bei Einbringung von Salzen (Bio Magnesium oder Balling-Methode) wird die Dichte entsprechend mit Osmose-Wasser nachreguliert.
Alle vier Wochen wird die Aktivkohle gewechselt (ca. 0,5 Liter), alle drei Wochen wird das aqua connect Silicarbon gewechselt. Restwerte von Kieselsäure werden eliminiert.
Ebenso aufwändig erfolgt schon die Aufbereitung des Leitungswassers. Zuerst mit einer ROWA Osmoseanlage, dann sofort mit einem nachgeschalteten Vollentsalzer auf Basis eines Austauscherharzes. Dieses Wasser wird mit Tropic Marin Re-Mineral nachbehandelt.
Das Becken hat die Grundmaße 180 x 65 cm und ist ca. 40 cm hoch gefüllt.
Eine Deltec-Pumpe mit 10.000 l/h fördert das Wasser zurück in das Hauptbecken.
Als Spurenelemente kommen aqua connect Energy Elements zum Einsatz. Die Dosierstation wird über den Aquariencomputer RiffControl gesteuert.
Der Aquariencomputer RiffControl von ATS (München) bringt alle Steuerungsfunktionen mit. Neben den Wasser-Parametern können auch die Raumtemperaturen überwacht werden. Ebenso wird eine Leckage-Prüfung des Kühlaggregats durchgeführt. Leckt der Kühler, läuft Wasser aus dem Ständer des Kühlers in eine kleine Auffangwanne, in der sich ein Schwimmerschalter befindet. Der Schwimmerschalter unterbricht im Fehlerfall dann den Strom der Versorgungspumpe des Kühlers.
Da das Kühlaggregat von Aqua Medic höher als das Filterbecken steht, kann im Fehlerfall nichts passieren, sobald der Aquariencomputer den Wasserkreislauf abgeschaltet hat.
Der Kühler wird ab 26 °C mit Wasser durchströmt, ab 26,8 °C wird er eingeschaltet. Zwischen Filter- und Hauptbecken besteht eine Temperaturdifferenz von ca. 1 °C.
Besitzer: Thomas Zimmer in Senden bei Ulm
Fotografiert von Stefan Brunnengräber am 12.2.2005.